Hamsternachwuchs
Zurück zum ersten Teil der Reihe: Hamster vermehren.
In der von der Hamsterart abhängig ca. 16 - 20 Tage dauernden Tragzeit sollte das Hamster-Weibchen vermehrt mit eiweißhaltiger Nahrung versorgt werden. Ebenso ist der Bedarf an Mineralien erhöht.
Eines Nachts ist es dann so weit und es kommen bis zu etwa 10 Jungen zur Welt. Die Mutter nabelt sie ab und leckt sie, um sie zu säubern, den Kreislauf anzuregen und die Mutter-Kind-Bindung zu festigen.
Nachgeburt sowie Totgeborene werden von der Mutter, wie bei vielen Säugern und Nagern, sofort gefressen.
Treten bei der Mutter Mangelerscheinungen auf, frisst sie gelegentlich sogar ihre lebenden Jungen aber auch Unerfahrenheit kann zu einer solchen Reaktion führen.
Die Hamster-Babys wiegen bei ihrer Geburt bis zu 3 g und sind bis zu 2,5 cm lang. Sie sind nackt und blind und werden etwa bis zum 6. Lebenstag ausschließlich gesäugt. Die Pigmentierung nimmt Tat für Tag zu und die Behaarung setzt ein.
Etwa ab dem 5. Lebenstag der Hamsterjungen beginnt die Mutter, feste Nahrung ans Nest zu bringen. Die kleinen Hamster werden mobiler und lauter. Die Augen und Ohren sind nach 8 Tagen gut sichtbar und sie verlassen trotz Blindheit hin und wieder das Nest. Die Aufnahme fester Nahrung verstärkt sich. Nach etwa 2 Wochen öffnen sich allmählich die Augen und sie beginnen zu spielen und im Käfig herumzulaufen.
Spätestens jetzt sind Spielzeuge und Einrichtungsgegenstände aus dem Hamsterkäfig zu entfernen, die kippen könnten oder die durch Quetschen und Einzwängen eine Gefahr für die kleinen Hamsterkinder bedeuten würden.
Ab dem Alter von drei Wochen gehen die kleinen Hamster ihre eigenen Wege - sie sind selbständig und werden von der Mutter nicht mehr gesäugt.
Bis zur Geschlechtsreife oder bis sie mit ihren Geschwistern nicht mehr auskommen, kann der Hamsternachwuchs zusammen in einem Hamsterkäfig bleiben, sofern er ausreichenden Platz bietet, erst dann sollte der Halter für eine neue Unterbringung sorgen.
Der HamsterRATgeber im Internet