Hamster-Krankheiten:
Durch den wöchentlichen Gesundheitscheck sind die meisten Krankheiten des Hamsters im Frühstadium zu erkennen und können durch den Tierarzt entsprechend schnell behandelt werden, dies sollte allerdings umgehend geschehen, um das Tier nicht unnötig zu schwächen. Von Experimenten in Eigenregie ist auf alle Fälle abzuraten, da ein so kleiner Hamster kaum Fett- und Kraftreserven hat, um eine länger währende Krankheit durchzustehen.
Leidet ein Hamster an Durchfall, was sich durch breiigen Kot und eine entsprechend verschmutzte Afterumgebung zeigt, kann falsches oder verdorbenes Futter die Ursache sein. Zugluft, nasses Hamsterstreu oder ein innerer Parasitenbefall führen aber ebenfalls zu Durchfallkrankheiten. Durchfall bedeutet für den Hamster einen hohen Flüssigkeitsverlust, zumal Frisch- und Nassfutter nicht weiter verabreicht werden dürfen, was lebensbedrohliche Ausmaße annehmen kann. Dem ist durch das umgehende Eingreifen des Tierarztes zu begegnen, um den Hamster von seiner Krankheit zu kurieren.
Fängt der Hamster an zu niesen und atmet schwer, muss dies nicht zwingend eine Erkältung sein, sondern kann in Unsauberkeit des Käfigs oder der Nichtverträglichkeit eines Streuzusatzes oder Futters liegen und häufig hilft eine gründliche Reinigung und das Entfernen nicht üblicher oder gewohnter Futterbeigaben.
Läuft allerdings das Näschen des Hamsters, die Augen sind nicht klar und die Augenlider verklebt, ist das ein fast sicheres Zeichen einer handfesten Erkältung des Hamsters, die für den kleinen Freund lebensbedrohlich sein kann, zumal die Gefahr einer Lungenentzündung besteht.
Der sofortige Gang zum Tierarzt wird in so einem Fall die einzig mögliche Rettung sein. Die Ursachen für eine solche Erkältung sind meist in Zugluft, nassem Hamsterstreu, einer allgemein zu niedrigen Raumtemperatur oder auch einem Bakterienbefall zu suchen.
Bei LCM erleidet der Hamster einen Gewichtsverlust, teilweise sind Krämpfe zu beobachten oder auch verklebte Augen. Diese Krankheit verläuft eher leichter und muss nicht unbedingt zu einem bedrohlichen Zustand führen.
Allerdings ist sie auf den Menschen übertragbar und es sind Maßnahmen zu treffen, die eine Ansteckung verhindern, was besonders für werdende Mütter von Bedeutung ist. Durch einen Bluttest ist ein Tierarzt in der Lage, hierzu eine eindeutige Diagnose zu stellen.
Leidet der kleine Hamster unter Parasiten, weisen struppiges und oft in runden Stellen ausgehendes Fell und häufiges Kratzen zuerst darauf hin. Durch Streu und Hamsterfutter können lästige Milben, Haarlinge und andere Parasiten eingeschleppt werden.
Kann man diesen Plagegeistern durch handelsübliche Sprays nicht ausreichend zu Leibe rücken, ist der Besuch beim Tierarzt angeraten, denn ein zu starker oder langwieriger Befall führt zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden und beeinträchtigt ohnehin das Wohlbefinden des Hamsters.
Jede zu bemerkende Veränderung am Verhalten und Befinden des Hamsters sollte die Aufmerksamkeit des Halters wecken und zum Handeln veranlassen. Beim leisesten aufkommenden Zweifel ist der Gang zum Tierarzt der richtige Weg. Damit der Hamster bei dieser Maßnahme nicht zusätzlichen Schaden nimmt, ist er sicher in einer Hamster-Tranportbox zu befördern.
Die Feststellungen des Halters werden dem Tierarzt gute Unterstützung bei der richtigen Diagnose bieten, um möglichst rasch die erforderlichen Maßnahmen einleiten zu können.
Der HamsterRATgeber im Internet